Hotel Helmhaus, Ausbau Hotelzimmer
Terug naar projectenlijst- Locatie
- Zürich, Zwitserland
- Jaar
- 2020
- Klant
- Privat, Direktauftrag
Schon vor über 650 Jahren nächtigten Durchreisende im Hotel Helmhaus in der Zürcher Altstadt. Damals wurden die Stadthäuser eng aneinander gebaut und ihre Räume waren viel kleiner strukturiert als heute, so auch diejenigen des Gasthofs beim Helmhaus. Diese Kleinteiligkeit wurde in den letzten Jahren mit zeitgemässen Elementen verbunden, die Interieurs der Hotelzimmer sind jedoch in die Jahre gekommen und entsprechen nicht mehr den Bedürfnissen der Gäste. Sie sollen deshalb ein neues Kleid erhalten, ohne aber den Charme des alten Hauses zu beeinträchtigen. Was seit dem Mittelalter gleich geblieben ist: Der Gast tritt ein und lässt das Stadtgewusel hinter sich. Im Hotel kommt er zur Ruhe, genehmigt sich eine Erfrischung und legt sich später ins Bett. Am nächsten Morgen findet er die nötige Musse und den Platz, um sich etwa auf einen Vortrag vorzubereiten. In Anlehnung an diese Abfolge hat Liis Architektur ein Ausbaukonzept erarbeitet, das sich auf alle Zimmer übertragen lässt. Weil der Ausbau der Zimmer während des Betriebs vorgenommen werden muss, werden sie in Etappen umgebaut. Ein erstes Zimmer zeigt sich nun in neuer Eleganz (die anderen werden folgen): Die auffallenden Bettrücken sowie die neuen Schränke sind aus edlem Eichenholz speziell für das Hotel angefertigt worden. Sie verbinden sich optisch mit dem Eichenparkett und lassen das Zimmer grösser erscheinen. Öffnet der Gast den Schrank, überrascht ihn ein kräftiges Lila. Die in sanftem Grünton eingefärbte Rückwand sowie die Leuchten, Nachttische, der mobile Sekretär und die Garderobe geben sich zurückhaltend und vollenden zusammen mit einem Bild der Künstlerin Gisèle Mengis den Charme des Zimmers.
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